Larynxkarzinom
Betroffen sind überwiegend Männer im 5. bis 6. Lebensdezenium. Eine wesentliche Ursache für diese bösartige Erkrankung ist zweifellos chronischer Nikotin- und Alkoholmissbrauch. Insbesondere der Zigarettenrauch führt durch die Ablagerung der Teerabbauprodukte in der empfindlichen Schleimhaut des Kehlkopfs zu chronischen Entzündungszuständen (chronische Laryngitis), die schließlich zur bösartigen Veränderung (Larynxkarzinom) führen kann. Andererseits gibt es auch immer wieder Patienten, die auch als Nichtraucher an einem Larynxkarzinom – diesem in schweren Fällen tödlich verlaufenden Leiden – erkranken, ohne, dass eine genaue Ursache dafür zu erkennen ist. Auch eine familiäre Belastung (genetische Disposition) ist nicht auszuschließen. Die Symptomatik beim Larynxkarzinom wird entscheidend von der Lokalisation und dem Ausmaß des Tumorleidens bestimmt. Da sich der Krebs in den meisten Fällen im Bereich der Stimmlippen entwickelt, ist die chronische Heiserkeit ein ganz wichtiges Frühsymptom. Ist der Kehlkopfdeckel (Epiglottis) primär betroffen, kommt es schnell zu Schluckstörungen und Atemnot. Deshalb gilt die Forderung, dass sich Patienten mit Heiserkeit und/oder Schluckstörungen spätestens 3-4 Wochen nach Auftreten der Symptomatik bei einem Facharzt für HNO-Heilkunde vorstellen sollten; denn nur der ist mit Hilfe spezieller Untersuchungsmethoden bis hin zur Gewebeentnahme (Biopsie) in der Lage zu klären, ob es sich im Einzelfall um eine bösartige oder gutartige Erkrankung des Kehlkopfes handelt. Wie bei allen Geschwulsterkrankungen hängt die Heilungsaussicht auch beim Larynxkarzinom entscheidend von der Früherkennung ab. Wird das Larynxkarzinom frühzeitig erkannt, ist es nicht nur möglich, das Leben des Patienten bis zu 90 % zu retten, sondern auch den Kehlkopf mit seiner wichtigen Funktion, der Sprachbildung zu erhalten. Dazu stehen dem Arzt heute schonende, funktionserhaltende Therapiemaßnahme wird Mikrochirurgie, Laserchirurgie oder Strahlenbehandlung zur Verfügung. Ist das Larynxkarzinom jedoch fortgeschritten und sind sogar Absiedlungen in den umgebenden Halslymphknoten (Metastasen) vorhanden, sinkt nicht nur die Heilungsquote deutlich, sondern sind auch ausgedehnte chirurgische Maßnahmen zwingend erforderlich. In diesen Fällen müssen große Teile des Kehlkopfes (Kehlkopfteilresektion) oder der gesamte Kehlkopf (Laryngektomie) operativ entfernt werden. Das bedeutet für die betroffenen Patienten oft, dass sie auf Dauer auf eine Atmung über eine Luftröhrenkanüle angewiesen sind und dass sie ganz entscheidend in ihrer Sprachbildung behindert sind. Um auch in solchen Fällen den Patienten mit einem Larynxkarzinom ein möglichst lebenswürdiges Dasein zu erhalten oder wieder zu ermöglichen, gibt es entsprechende stationäre Einrichtungen wie u.a. an der Klinik am Osterbach das Stimm- und Sprachheilzentrum in Bad Oeynhausen mit Fachärzten für Phoniatrie/Pädaudiologie und HNO-Heilkunde. Wir freuen uns, Sie in unserem Haus begrüßen zu können. Ihr Team des Stimm- und Sprachheilzentrum in der Klinik Am Osterbach
Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unsere Chefärztin im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.
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